—
Und warum hat er Dir dies geſagt?— Weil er
mich als denjenigen wiedererkannte, welcher bei Deiner Frau ſtand, als Du Deinen Mantel holteſt. — Ei! er hat Dir das ſo ohne Weiteres und ohne Abſicht geſagt, daß er in Marie verliebt wäre?— Im Gegentheil mit einer ſehr beſtimm⸗ ten Abſicht.— Und welcher?
Nach augenblicklichem Schweigen ſprach Ana⸗ tole:
— Hat Dir Deine Frau nichts von gewiſſen Anträgen erzählt?— Von was für Anträgen? — Von Anträgen, welche man ihr an Dei⸗ nem Wachttage, als ich bei Euch aß, gemacht hat.— Vorgeſtern?— Ja.— Anträge! wie⸗ derholte Fauveau anfangs verdutzt; dann vor Zorn und Schmerz kreideweiß werdend, rief er aus: Anatole, bedenke, was Du ſprichſt!
Darauf fiel er erſchöpft auf einen Stuhl, in⸗ dem er ſein Geſicht mit beiden Händen bedeckte und murmelte:
— Mein Gott! mein Gott! alles Blut tritt mir aus den Adern! Was hat dies Alles zu be⸗ deuten?— Das hat zu bedeuten, erwiderte Ana⸗ tole mit bewegter Stimme, daß Deine Frau das beſte, tugendhafteſte Weib iſt. Das hat zu be⸗ deuten, daß Du ihr mit erhöhter Hochachtung und Zärtlichkeit begegnen mußt, denn ſie hat Verſuchungen widerſtanden, welche jedes minder


