Teil eines Werkes 
260. Theil, Die Prophezeihung : 3. Bändchen (1851) La bonne aventure
Entstehung
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mit ſanfter und ernſter Stimme, indem ſie der Fürſtin in die Rede fiel.....

Dieſe aber wiederholte mit erhobener Stimme:

Ich muß der Frau Marquiſin von Blain⸗ ville antworten, daß ich um der Ehre unſeres Hauſes willen weder glauben kann noch mag, daß die vorgebliche Heirath, welche uns ange⸗ zeigt wurde, wirklich ſtattgefunden hat; es iſt eine beklagenswerthe Täuſchung, weiter nichts. Sie ſagen, gnädige Frau, entgegnete Helviſe, daß Ihnen meine Heirath als eine Täuſchung er⸗ ſcheint! Hätten Sie wohl die Güte mir zu erklä⸗ ren, weshalb dies? Nun, das iſt doch ganz einfach, ſagte Frau von Roberſac mit einem bit⸗ teren, höhniſchen Lächeln, man glaubt immer lieber an eine Täuſchung, als daß man über eine Schande erröthen müſſe!

Madame Bonaquet maß Frau von Roberſac mit dem Blick und ſagte ihr mit zermalmender Verachtung:

Ich kann Frau von Roberſac nicht erlau⸗ ben, von Schande zu ſprechen. Wenn Frau von Roberſac wüßte, was Schande iſt, wäre ſie zur Stunde nicht hier in dieſem Zimmer neben Frau von Morſenne und ihrer Tochter.

Bei dieſer beißenden Anſpielung auf ihr Ver⸗ hältniß mit dem Fürſten, ein Verhältniß, welches

ſo ſchamlos zur Schau getragen wurde, erblaßte