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Anatole war an dem bekannten Ort geweſen; da er bei ſeiner Rückkunft den Fürſten ſehr um⸗ ringt fand, wartete er die Zeit ab, um mit dem⸗ ſelben zu ſprechen, und zog ſich in ein kleines, ziemlich einſames Seitengemach zurück, welches eine weite mit Vorhängen verſehene Schwelle vom blauen Saal trennte, in dem die junge Herzogin von Beaupertuis mit ihrem eleganten Hofe thronte.
Anatole ſetzte ſich an einen Tiſch und blät⸗ terte gedankenlos in mehreren reichen Album, um Diana von Beaupertuis, welche er von ſeinem Platz aus ganz wohl ſech, ohne Aufſehn bevbach⸗ ten zu können.
Die junge Herzogin gljnzte in Schmuck und Schönheit; ihre Geſichtsfürbe war lebhafter, ihr Blick leuchtender als gewöhnlich, beides verlieh ihr einen außerordentlichen Zauber. Sie ſprach und lachte ſehr laut; ihre Bewegungen erſchienen zuweilen krampfhaft, nervös; dann und wann
warf ſie einen verſtohlenen Blick auf Anatole.
Dieſer, äußerlich ruhig, unterbrach oft ſein Blättern in den Album. Sein Auge begegnete mehreremal dem feſt auf ihn gerichteten Blick von Frau von Beaupertuis; ſeine kalten Züge ver⸗ riethen nicht die mindeſte innere Bewegung; ein etwas ſpöttiſches Lächeln ſpielte um ſeine Lippen,
dann begann er von Neuem in ſeinen Album zu blättern. Di Prophezeihung. 1I.


