Teil eines Werkes 
260. Theil, Die Prophezeihung : 3. Bändchen (1851) La bonne aventure
Entstehung
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von Morſenne umhergeſandten Gegenanzeigen noch einen ganz beſonderen Reiz verliehn. Die Entrüſtung über dieſe unerhörte Mißheirath, oder vielmehr ungeheuerliche Begattung, wie es die Fürſtin in ihrem naiven Dünkel genannt hatte, war allgemein.

Keine der an dieſem Abend im Hotel Mor⸗ ſenne verſammelten Perſonen hatte es verſäumt, dem Fürſten, ſeiner Frau und Tochter einige Worte tiefgefühlten Beileids in Betreff des ſo ſchmerzlichen und unvorhergeſehenen Schlages, welcher ihr berühmtes Haus betroffen, zu ſagen. Dieſe Verbindung, um welche ſich alle Geſpräche drehten, verlieh der glänzenden Verſammlung des heutigen Abends eine beſondere Lebhaftigkeit.

Unter der feinen Menge irrte noch ein Mann nicht weniger unbekannt und vereinſamt als die Miniſter umher; dieſer Mann war Anatole Du⸗ cormier. Nach Tiſch hatte ihm Herr von Mor⸗ ſenne verbindlich geſagt:

Mein Lieber, laſſen Sie Sich einen Fiaker

beſorgen und begeben Sie Sich an den bekann⸗ ten Ort; Sie werden mich bei Frau von Mor⸗ ſenne treffen, welche heute Abend Geſellſchaft hat. Der Beſuch ihres Salons, welchen ſie mir für Sie bewilligt hat, iſt eine Gunſt, deren ſich bisher keiner meiner Secretäre zu erfreuen hatte. Sie ſehn, wie ſehr ich Sie auszuzeichnen gedenke.