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aus politiſchen Schicklichkeitsgründen bei Herrn von Morſenne ein. Nachdem ſie denn auch Frau von Morſenne ihre Aufwartung gemacht und mit dem Fürſten einige Worte über politiſche Alltäg⸗ lichkeiten und die große Tagesfrage, wie ſich dieſe Turgot und Sully in ihrem parlamen⸗
tariſchen Kauderwelſch ausdrückten, gewechſelt
hatten, gingen ſie in den Sälen einige Augen⸗ blicke auf und ab, um ſich ein Anſehn zu geben, und machten ſich ſo bald als möglich unſichtbar, nicht ohne zuvor haͤufige Bemerkungen in der Art wie die folgenden gehört zu haben:
— Sagen Sie doch, mein ſehr Werther, was iſt das für ein dicker Mann im ſchwarzen Anzuge, der ſeit fünf Minuten die Gardinen jenes Fen⸗ ſters betrachtet? Was mag er nur an dieſen Gardinen ſo Merkwürdiges entdecken?— Es iſt ohne Zweifel ein Kammerdiener, welcher einen Fehler im Faltenwurf bemerkt.— Gehn Sie doch, mein ſehr Werther! haben die Kammerdie⸗ ner der Fürſtin etwa ſolchen abſcheulichen An⸗ ſtand? Uebrigens trägt der Herr auch den Hut in der Hand. Er iſt alſo nicht vom Hauſe.— Das iſt richtig. Was kann das denn ſein? Oder auch dieſe:—„Wer iſt dieſer kleine, gelbe Mann mit dem Ausſehn eines Procurators, mit
welchem Niemand ſpricht? Sehn Sie nur, eben
näherte er ſeine häßliche Naſe jenen ſchönen Stre⸗
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