Teil eines Werkes 
260. Theil, Die Prophezeihung : 3. Bändchen (1851) La bonne aventure
Entstehung
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Nanch abwartete, blieb alſo allein oben an der Freitreppe ſtehn. Trotz der auf dem Ball verleb⸗ ten Nacht ſah die junge Herzogin reizend friſch aus; ihre durch die kühle Morgenluft leicht gerö⸗ thete Geſichtsfarbe ſtrahlte von Schönheit; die duftigen hellblonden Locken ihres Haarputzes à Sevigné rahmten ihre ſchöne, halb vom Spitzenbeſatz des ſchwarzen Sammethuts ver⸗ ſteckte Stirn lieblich ein; ihre großen braunen Au⸗ gen, wahrſcheinlich in Folge der durchwachten Nacht etwas mattblickend, ſchienen nur mit Mühe die langen Augenlieder emporzuhalten; und ob⸗ wohl ſie in einen Mantel mit langem Pelzkragen von Hermelin wie ihr Muff gehüllt war, errieth man doch an der Anmuth ihrer Bewegungen die Feinheit ihrer ſchlanken und zarten Geſtalt.

So erſchien Diana von Beaupertuis Ducor⸗ mier, welcher beim Anblick dieſer reizenden jun⸗ gen Frau einen⸗Augenblick regungslos am Fuße der Freitreppe ſtehn blieb. Anatole, von Natur mit beſonderem Scharfſinn begabt, hatte zuerſt aus den Worten des Lakaien an den Kutſcher ge⸗ ſchloſſen, daß die Herrſchaften des Wagens dem Opernball der letzten Nacht beigewohnt. Er blickte ſogleich nach den Feldern eines der Thor⸗ flügel und bemerkte auf denſelben ein verſchlun⸗ genes M. und B. mit herzoglicher Krone dar⸗ über, denſelben Namenszug, welchen er Abends