vorher in einer Ecke des Taſchentuches jenes fei⸗ nen Domino wahrgenommen, welcher ſich ſeines Arms bemächtigt hatte. Endlich hatte Anatole den anderen Bedienten noch ſagen gehört: Schweige doch, da iſt die Herzogin. Und in dieſem Augenblick war es, daß Ducormier aufſchauend beim Anblick der jungen Frau be⸗ wundernd ſtehn blieb. Erinnern wir uns noch daran, daß er an demſelben Morgen bei ſeinem Freunde, Doctor Bonaquet, erfahren, wie die Tochter des Fürſten von Morſenne, die Herzogin von Beaupertuis, die Verfaſſerin jener groben Rückanzeigen in Betreff der Verheirathung der Marquiſin von Blainville mit ihrem Arzte war.
Mußte ein ſo ſcharfſichtiger Beobachter als Ducormier aus ſo vielen bedeutungsvollen An⸗ zeigen nicht ſchließen, daß der feine Domino des Vorabends mit der Herzogin von Beaupertuis, der reizenden Frau, welche er oben auf der Frei⸗ treppe erblickte, ein und dieſelbe Perſon ſei?
Dieſer Gedanke kam Anatole wie der Blitz, während er langſam die Stufen der Freitreppe hinanſtieg, um dieſe Frau, die ihm von ferne ſo ſchön erſchien, näher zu ſehn. Er erreichte die letzte Stufe in dem Augenblick, in welchem Frau von Morſenne ihr Geſpräch mit der Erzieherin ihrer jüngſten Tochter beendet hatte.


