Teil eines Werkes 
259. Theil, Die Prophezeihung : 2. Bändchen (1851) La bonne aventure
Entstehung
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ich fortging, ſagte ich ſcherzend:„Ich gehe auf den Opernball; begleitet mich doch.“ Mein Freund, in der Meinung, ſeiner Frau ein großes Vergnügen zu bereiten, wollte ſie durchaus hier⸗ herführen, ſie hat es aber muthig zurückgewieſen. — Solcher Heldenmuth iſt einer römiſchen Ma⸗ trone würdig. Und iſt die Krämerin hübſch? denn, wie Sie ſagten, verkauft ſie.— Ja, gnä⸗ dige Frau, was nicht hindert, daß ſie reizend iſt! Sie iſt das niedlichſte, gefälligſte, einnehmendſte Weſen, das man ſich denken kann.— Und... züchtig?— Wie es eine liebende Frau iſt.— Und einfältig?— Voll natürlichem Witz; ohne alle Erziehung, aber die lieblichſte Schwätzerin, die ich je gehört habe, gnädige Frau.— Und hat ſie auch Herz?— Sie hat am Krankenbette ihres Kindes zwei Monat mit bewunderungswür⸗ diger Hingebung gewacht.— Ei, mein guter Herr, wiſſen Sie wohl, daß dieſe kleine Kräme⸗ rin ein Phönix iſt! Ihr Mann iſt Ihr Freund? Das wäre eine vortreffliche Geliebte für Sie, und ſie paßten beide herrlich für einander.

Eine grobe Antwort ſchwebte dem Unbekann⸗ ten auf der Zunge, er that ſich aber Gewalt an und antwortete lächelnd:

— Eine Kleinbürgerin... ſehn Sie, Frau Herzogin, iſt noch viel zu gut für mich.— Wie! Dieſe Bürgersfrau?— Ich habe ſehr gewöhn⸗