Teil eines Werkes 
259. Theil, Die Prophezeihung : 2. Bändchen (1851) La bonne aventure
Entstehung
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dungen nichts zu thun!— Eine Liebe ohne Herz? — Iſt eine Liebe ohne Schmerz!— Was bleibt denn aber ohne das Herz in der Liebe übrig?—

Das Zuverläſſigſte, was es auf Erden giebt, gnä⸗ dige Frau, die Luſt der Sinne und des Geiſtes. — Wenn man davon hat.— Sinne oder Geiſt, gnädige Frau?— Geiſt, mein Herr.— Nur geiſtreiche Leute ſind würdig und fähig, ſo zu lie⸗

ben, wie ich Ihnen geſagt habe.— Und was

würde die Betheiligung des Herzens einer ſolchen Liebe ſchaden?— Ach! gnädige Frau, in dieſen Verbindungen iſt das, was man Herz nennt, entweder Eiferſucht der Gegenwart, der Zukunft oder der Vergangenheit; der ertragene oder auf⸗ erlegte Despotismus, die troſtloſeſte Einförmig⸗ keit; es heißt die Treue der ſtrengen Ehe auf eine Vereinigung des Vergnügens übertragen wollen, welche ſich auf gegenſeitige Verderbtheit gründet.— Aber, mein Herr, bedenken Sie doch die oft ſo lange dauernden Liebesverhältniſſe, welche man in der Geſellſchaft findet?— Solche giebt es nicht. — Ei, Sie ſcherzen! es hat deren gegeben, die ein, zwei, zehn Jahr gedauert haben.— Zehn Jahr iſt viel, doch zugegeben; was tritt nach zehn Jahren ein? Ekel und Ueberdruß. Warum hat man ſich dieſen Ekel und Ueberdruß nicht erſpart, indem man zu gegenſeitiger Untreue ſeine Zuflucht genommen hätte?— Weil man ſich wenigſtens