frage ich mich immer, was für Genuß dem lie⸗ ben Herzog ſein einſames vertrautes Leben mit ſeinen Käfern bereiten kann.— Es ſcheint, ent⸗ gegnete die junge Herzogin lachend, daß ſich„ Herr von Beaupertuis dem Studium der Sitten dieſer häßlichen kleinen Thierchen vorzüglich mit ſolchem Eifer hingiebt, um der Akademtie der Wiſſenſchaften eine Abhandlung über ihre Le⸗ bensweiſe einzureichen. Werden Sie es glauben, neulich verſicherte er mir, daß er im Vergleich der Wunder, welche er täglich mutels ſeiner Lupe entdeckt, in demſelben Maße die Käfer bewun⸗ dere, als er unſere armſelige Menſchheit ver⸗ achte. Er brachte mir ſogar zur Unterſtützung dieſer herrlichen Anſicht neulich Morgens eine Karte, welche er als Gedächtnißtafel mit Nadel⸗ ſtichen durchlöchert hatte, und wollte mir durch⸗ aus die Bedeutung dieſer Nadelſtiche auseinan⸗ derſetzen, ich bat ihn aber, mich damit zu ver⸗ ſchonen, worauf er ganz böſe von mir ging, in⸗
dem er mir über meine Gleichgültigkeit bittere
Vorwürfe machte. Dabei lachte die junge Her⸗
zogin von Neuem hell auf.— Schweigen Sie doch, Tollkopf! ſagte Frau von Roberſac und fügte, indem ſie ſich an Frau von Morſenne wandte, hinzu:— Hören Sie wohl, liebe Füt⸗ ſtin.. was für Späße mir Diana erzähl Während Frau von Beaupertuis von


