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91 „Wirklich? Und was denn?“ „Uebele Geruͤchte, nachtheili ige Redensueten uͤber ſeine Ehre..“ „Aber, zum Teufel! das iſt ja ſehr ernſtlich. Das erklaͤrt mir, warum man ihn bisweilen mehr
als kalt empfaͤngt.“
„Ich fuͤr meine Perſon werde ihn von nun an meiden.“
„Ich auch ꝛc. ꝛc.“
Die Welt iſt nun einmal ſo, daß oft nicht mehr dazu gehoͤrt, um einen Mann zu brandmar⸗ ken, der durch großes Gluͤck ſich viele Neider ge⸗ ſchaffen hat. So erging es auch dem Manne, von dem wir ſprechen. Als der Ungluͤckliche ſah, welche Leere ſich um ihn her bildete, als er gleichſam fuͤhlte, daß der Boden unter ihm wich, wußte er nicht, wo er den unfaßbaren Feind ſuchen oder greifen ſollte, deſſen Streiche er fuͤhlte; denn es kam ihm nicht in den Sinn, Argwohn auf die Fuͤrſtin zu werfen, die er ſeit ſeinem Abenteuer mit ihr nicht wiedergeſehen hatte. Um endlich um jeden Preis die Arſache zu erfahren, aus welcher man ihn veraͤchtlich verließ, wendete er ſich an einen ſei⸗ ner ehemaligen Freunde. Dieſer antwortete ihm veraͤchtlich und ausweichend, der Mann wurde hef⸗ tig, verlangte Genugthuung und ſein Gegner ſagte zu ihm:
„Wenn Sie zwei Secundanten unter Ihren


