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folgungen, welche ſie fuͤr die gute Sache erlitten hatte, angerechnet, und ſie erlangte damals, trotz ihrer leichtfertigen Sitten, ſogar einen großen Ein⸗ fluß.
Der Marquis von Aigrigny, der Dienſte in Frankreich genommen, hatte ſich da wieder nieder⸗ gelaſſen. Er war ein ſchoner Mann und uͤberall gern geſehen. Er hatte mit der Fuͤrſtin, ohne ſie zu kennen, correſpondirt und conſpirirt, und dieſes fruͤhere Verhaͤltniß fuͤhrte nothwendig zu einem ſehr vertrauten zwiſchen ihnen.
Die unbegrenzte Eitelkeit, die Vorliebe fur ge⸗ raͤuſchvolle Vergnuͤgungen, der Stolz, der Haß und die Herrſchſucht, eine gewiſſe Sympathie im Boͤ⸗ ſen, deſſen Reiz die ſchlechten Naturen einander naͤhert, ohne ſie mit einander zu verſchmelzen, hat⸗ ten aus der Fuͤrſtin und dem Marquis mehr zwei von gleicher Schuld Belaſtete, als ein liebendes Paar gemacht. Ihr vertrautes Verhaͤltniß, das auf ſelbſtſuͤchtigen Gefuͤhlen und auf der ſchreckli⸗
chen Unterſtuͤtzung beruhete, welche zwei ſo gefaͤhr⸗
liche Charaktere einander einer Welt gegenuͤber gewaͤhren konnten, in der ſie ſich durch ihre In⸗ triguen, ihre Galanterien und Verleumdungen viele Feinde gemacht hatten, dauerte bis zu dem Augen⸗ blicke, als der Marquis nach ſeinem Duell mit dem General Simon in das Seminar trat, ohne daß man die Urſache dieſes ploͤtzlichen Entſchluſſes kannte.


