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Schritte war Mad. Auguſtine Grivois, die erſte Kammerfrau der Fuͤrſtin von St. Dizier.
Nicht blos das Alter, der Geſichtsausdruck und die Kleidung der beiden Frauenzimmer ſtanden in auffallendem Gegenſatze, der Contraſt erſtreckte ſich ſogar auf die Thiere, welche ſie bei ſich hatten; denn Lutine und Monſieur waren eben ſo ver⸗ ſchieden wie Georgette und Mad. Grivois.
Als dieſe das Huͤndchen bemerkte, konnte ſie eine Bewegung unangenehmer Ueberraſchung nicht unterdruͤcken, welche dem Maͤdchen nicht entging.
Lutine, die ſeit dem Erſcheinen Monſieurs kei⸗ nen Zoll breit gewichen war, ſah denſelben keck und herausfordernd an und ging ihm dann ſogar mit ſo entſchieden feindſeliger Haltung entgegen, daß der dreimal ſo große Mops einen Noth- und Angſt⸗ ſchrei ausſtieß und ſich hinter Mad. Grivois fluͤchtete.
Dieſe ſagte in anzuͤglichem Tone zu Georgette:
„Sie koͤnnten es wohl unterlaſſen, Mademoi⸗ ſelle, Ihren Hund auf den meinigen zu hetzen.“
„Wahrſcheinlich haben Sie geſtern Abend Lutine wegzubringen verſucht und ſie durch die kleine Gar⸗ tenthuͤre auf die Straße hinausgejagt, um Ihr haͤßliches reſpectables Thier vor einer ſolchen Un⸗ annehmlichkeit zu ſichern. Gluͤcklicherweiſe hat aber ein wuͤrdiger junger Mann Lutine in der Ba⸗ bylon⸗Straße gefunden und ſie meiner Herrin zu⸗ ruͤckgebracht.— Aber was verſchafft mir das Glück, Madame, Sie ſo fruͤh zu ſehen?“


