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„Ich bin von der Fuͤrſtin beauftragt,“ ent— gegnete Mad. Grivois, welche ein frohlockendes Laͤcheln nicht unterdrucken konnte,„ſogleich zu Fräu⸗ lein Adrienne zu gehen.. Es handelt ſich um etwas ſehr Wichtiges, das ich ihr ſelbſt ſagen ſoll.“
Georgette wurde bei dieſen Worten purpurroth im Geſicht und konnte eine leichte Bewegung von Aengſtlichkeit nicht bergen, welche zum Glück der Mad. Grivois entging, da dieſe Monſieur zu be⸗ wachen hatte, dem ſich Lutine drohend nahete. Nachdem ſie eine fluͤchtige Bewegung niedergekaͤmpft hatte, antwortete ſie mit großer Beſtimmtheit:
„Das Fraͤulein iſt geſtern ſehr ſpaͤt zu Bette
gegangen und hat mir verboten, vor Mittag zu
ihr hinein zu kommen.“
„Das iſt wohl moͤglich; da aber einem Befehle der Fuͤrſtin, ihrer Tante, zu gehorchen iſt, ſo moͤch⸗ ten Sie wohl, Mademviſelle, ihre Herrin wecken, und zwar augenblicklich.“
„Meine Herrin hat von Niemandem Befehle zu empfangen; ſie iſt hier in ihrem Eigenthume und ich werde ſie erſt zu Mittag wecken, ſo wie ſie es mir befohlen hat.“ 3
„So werde ich ſie ſelbſt wecken.“
„Florine und Hebe werden Ihnen nicht auf⸗ machen.. Hier iſt der Schluſſel zu dem Salon
und man kann nur durch den Salon zu dem Fraͤu⸗ lein gelangen.“


