„Allerdings, Herr Agricol, wir haben gar oft mit Dagobert von Ihnen geſprochen, letzthin auch mit Gabriel,“ ſetzte Bianca hinzu.*
„Mit Gabriel?“ riefen Franzisca und Agricol gleichzeitig verwundert aus.
„Nun ja,“ antwortete Dagobert, der den Waiſen zublinzelte;„wir werden vierzehn Tage zu erzaͤhlen haben, unter Anderm auch, wie wir Gabriel trafen. Jetzt kann ich Euch weiter nichts ſagen, als daß er, d. h. nach ſeiner Art, ſo gut iſt wie mein Junge (ich werde es nicht ſatt, immer„mein Junge“ zu ſagen) und daß ſie verdienen, einander als Bruͤder zu lieben.. Du brave Frau!“ ſetzte Dagobert ge⸗ ruͤhrt hinzu,„was Du gethan haſt, iſt ſchön, ſehr ſchön; Du warſt ſo arm, haſt aber doch das arme Kind angenommen und es mit dem Deinigen er⸗ zogen.“
„Sprich nicht ſo, lieber Mann, ja ganz natuͤrlich.“
„Du haſt Recht, aber ich werde Dir es ſpaͤter vergelten; es iſt Dir gutgeſchrieben.. Morgen fruh wirſt Du ihn ͤbrigens gewiß ſehen.“
„Der gute Bruder iſt auch angekommen?“ rief der Schmied aus.„Und nun ſage man noch, es gebe keine beſonders gluͤcklichen Tage! Wie tra⸗ fen Sie mit ihm zuſammen, Vater?“
„Sie? Immer Sie? Sage'mal, Junge, duͤnkſt Du Dich, weil Du Verſe machſt, zu vornehm, um mich Du zu nennen?“


