Teil eines Werkes 
176. Theil, Der ewige Jude : 5. Bändchen (1844) Le juif errant
Entstehung
Einzelbild herunterladen

— 60—

ſennadel faſſen laſſen?“ antwortete Agricol lachend.. „Die Art, wie die Dame mir dankte, hat mich allerdings ſehr erfreut; es iſt mir ſehr lieb, daß ich ihren Hund gefunden habe, aber ich mache mir ein Vergnuͤgen daraus, Dir die Blume zu ſchenken, da ſie Dir gefällt.. Du ſiehſt, es iſt heute ein guter Tag geweſen.“

Waͤhrend er dies ſagte und Hockchen die Blume, zitternd vor Freude und Verwunderung, nahm, wuſch ſich der junge Schmied die Haͤnde, die von dem Rauche und den Eiſenfeilſpähnen ſo geſchwaͤrzt waren, daß das Waſſer augenblicklich ganz ſchwarz wurde.

Agricol deutete mit den Augen auf dieſe Ver⸗ wandelung und ſagte leiſe und lächelnd zu Höck⸗ chen:.

„Das iſt wohlfeile Dinte fuͤr uns Papierver⸗ derber.. Geſtern habe ich ein Liedchen gemacht, das mir nicht ganz miffaͤllt; ich werde Dir es vor⸗ leſen.“ und dabei trocknete Agricol die Haͤnde an ſei⸗ ner Blouſe vorn ab, waͤhrend Höckchen das Waſch⸗ becken wieder auf die Commode ſetzte und vorſich⸗ tig ihre ſchöne Blume an eine Seite des Waſch⸗ beckens lehnte.

„Kannſt Du kein Handtuch fordern?“ ſagte die Mutter achſelzuckend zu ihrem Sohne.„Wer wird die Hände an der Blbuſe abtrocknen!“* „Sie iſt den ganzen Tag von dem Schmiede⸗