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tief im Herzen verbergen muß. Wegen dieſer Zu⸗ ruͤckhaltung, wegen dieſer Verſtellung ſuchte denn auch Hoͤckchen dieſer Liebe ſich nicht zu entziehen. Warum auch? Wer konnte jemals etwas davon erfahren? Ihre ſchweſterliche Zuneigung, die Agricol wohl kannte, erklaͤrte ja hinreichend den innigen Antheil, den ſie an ihm nahm, und man hatte ſich deshalb uͤber die entſetzliche Angſt der jungen Na⸗ herin nicht gewundert, als Agricol 1830, nachdem er muthig gekaͤmpft hatte, blutend zu ſeiner Mutter gebracht worden war.
Der Sohn Dagoberts, der ſich wie Alle durch den Schein hatte taͤuſchen laſſen, hatte die Liebe Hoͤckchens nie geahnt und ſollte ſie nie ahnen.
Das war das Maͤdchen, das in aͤrmlicher Klei⸗ dung in das Stuͤbchen trat, in welchem Franzisca mit der Zubereitung des Abendeſſens ihres Sohnes beſchaͤftiget war.
„Du biſt es, armes Hoͤckchen,“ ſagte ſie zu ihr. „Ich habe Dich heute fruͤh nicht geſehen; Du biſt doch nicht krank geweſen?— Konmm, kuͤſſe mich.“
Sie kußte die Mutter Agricols und antwortete:
„Ich hatte eine ſehr dringende Arbeit, Ma⸗ dame; ich wollte keinen Augenblick verlieren und bin eben erſt ſertig geworden. Jetzt will ich hin⸗
untergehen und Kohlen holen; haben Sie etwas mit zu beſorgen?“


