Teil eines Werkes 
176. Theil, Der ewige Jude : 5. Bändchen (1844) Le juif errant
Entstehung
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Laune hatte ihr die Natur einen Schmuck gegeben, auf den das ſchoͤnſte Weib ſtolz geweſen ſein wuͤrde, langes herrliches braunes Haar naͤmlich, das am Hinterkopfe des Maͤdchens in eine dicke Flechte zu⸗ ſammengelegt war.

Sie hatte einen alten Korb in der Hand, und ob ſie gleich armlich gekleidet war, ſo kaͤmpften doch die Nettigkeit und Reinlichkeit ihres Anzuges ſo viel als moͤglich gegen eine zu große Armſeligkeit. Trotz der Kälte trug ſie ein ſchlechtes Kattunkleid⸗ chen von ungewiſſer Farbe mit weißlichen Flecken, das ſo oft gewaſchen war, daß man von der ur⸗ ſpruͤnglichen Farbe, ſowie von dem Muſter durch⸗ aus nichts mehr erkennen konnte.

Auf dem leidenden, aber ergebenen Geſichte dieſes ungluͤcklichen Weſens lag die Gewoͤhnung an alle Noth, an alle Schmerzen und an die Miß⸗ achtung aller Art deutlich ausgedruͤckt. Der Spott hatte ſie von ihrer traurigen Geburt an ſtets ver⸗ folgt. Sie war, wie erwaͤhnt, ſchrecklich verwach⸗ ſen und wurde deshalb allgemein das Höckchen genannt. Auch fand man dieſen Namen, der die Arme doch ſtets an ihr Gebrechen erinnerte, ſo na⸗ tüͤrlich, daß ſelbſt Franzisca und Agricol, die ihr ſo viel Mitleiden und Theilnahme bezeigten, als die Andern Spott und Verachtung, aus Gewohnheit ſie nie anders nannten.

Das Hoͤckchen, wie wir ſie von nun an auch nennen werden, war in dem Hauſe geboren, das