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rechtſchaffener und fleißiger Handwerker gewoͤhnlich gemeinſchaftlich leben und ſchlafen, und ſich gluͤck⸗ lich ſchätzen, wenn ſie den Maͤdchen und den Kna⸗ ben beſondere Betten geben koͤnnen, ſich ſehr gluͤck⸗ lich ſchätzen, wenn die Bettdecke oder die Bett⸗ tucher nicht im Leihhauſe verſetzt ſind.
Franzisca Baudoin ſaß an dem kleinen eiſernen Ofen, der bei dem naßkalten Wetter geringe Waͤrme in dem ſchlecht verſchloſſenen Stubchen verbreitete, und machte das Abendeſſen ihres Sohnes Agricol zurecht.
Die Frau Dagoberts war ungefaͤhr fuͤnfzig Jahre alt, trug ein Jaͤckchen von blauem Kattun mit kleinen weißen Blumen und einen Rock von Barchent. Ein weißes Haͤubchen bedeckte ihren Kopf und war unter dem Kinn zuſammengebunden.
Ihr Geſicht war bleich und hager, hatte regel⸗ maͤßige Zuͤge und druͤckte vollkommene Ergebung und Herzensguͤte aus. Es konnte wirklich keine beſſere, keine aufopferndere Mutter geben, denn ob ſie gleich nichts beſaß als ihre Arbeit, ſo hatte ſie es doch moͤglich gemacht, nicht blos ihren Sohn Agricol, ſondern auch Gabriel, das arme verlaſſene
Kind, zu erziehen, das ſie mit bewunderungswuͤr⸗ digem Muthe aufgenommen.
In ihrer Jugend hatte ſie gleichſam ihre kraͤf⸗ tige Geſundheit vorweggenommen fuͤr zwölf Jahre, die ſie durch uͤbermaͤßige, aufreibende, der harten
Entbehrungen wegen faſt morderiſche Arbeit ein⸗


