welchem gekocht wurde; auf der Commode von wei⸗ chem Holze, das gelb angeſtrichen und braun ge⸗ ädert war, ſah man ein kleines eiſernes Haus, ein Meiſterſtuͤch von Geduld und Geſchicklichkeit, deſſen einzelne Stuͤcke ſaͤmmtlich von Agricol Baudoin, dem Sohne Dagoberts, bearbeitet waren.
Ein Chriſtusbild von Gyps, das, von mehreren geweihten Buchsbaumzweigen umgeben, an der Wand hing, und einige grob ausgemalte Heiligen⸗ bilder zeugten von dem frommen Sinne der Frau des Soldaten. Zwiſchen den beiden Fenſtern ſtand ein geſchnörkelter, mit der Laͤnge der Zeit faſt ſchwarz gewordener großer Nußbaumſchrank; ein alter mit gruͤnem Pluͤſch uͤberzogener Lehnſtuhl(das erſte Ge⸗ ſchenk Agricols fuͤr ſeine Mutter), einige Stuͤhle mit Strohſitz und ein Arbeitstiſch, auf welchem man mehrere Saͤcke von grober grauer Leinwand ſah, vervollſtaͤndigten die Moͤblirung der Stube, die durch eine wurmſtichige Thuͤre ſchlecht geſchloſſen wurde. Eine anſtoßende Kammer enthielt einige Kuͤchen⸗ und Wirthſchaftsgeräthe.
So traurig und armſelig auch dieſe Wohnung vielleicht erſcheint, ſo koͤnnen ſich einer ſolchen doch nur wenige, im Vergleich wohlhabende, Handwerker
ruͤhmenz denn das Bett beſtand aus zwei Ma
tratzen, weißen Betttuͤchern und einer warmen Decke; der große Schrank enthielt Waͤſche, und uͤbrigens bewohnte Dagoberts Frau allein eine Stube, die ſo groß war wie die, in welcher zahlreiche Familien


