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In der Galerie, die ziemlich dunkel war und nur an einer Seite mehrere Bogenfenſter hatte, kamen drei Perſonen, die ein Bauer fuͤhrte, lang⸗ ſam heran.
Dieſe Gruppe beſtand aus zwei Mädchen und dem muthigen Manne, dem ſie das Leben ver⸗ dankten... Roſa und Bianca gingen rechts und links von ihrem Retter, der nur mit Anſtrengung gehen konnte und ſich leicht auf ihre Arme ſtützte.
Ob er gleich fuͤnf und zwanzig Jahre alt war, ſo ſah man doch dem jugendlichen Geſichte dieſes Mannes ein ſolches Alter nicht anz ſein langes blondes Haar, das auf der Stirn geſcheitelt war, fiel glatt und feucht auf den Kragen eines großen braunen Mantels, den man ihm uͤbergeworfen hatte. Schwer duͤrfte es ſein, die bewundernswuͤr⸗ dige Seelengute zu ſchildern, die ſich in dem blaſſen milden Geſichte ausſprach, welches ſo rein war wie das idealſte, das Rafaels Pinſel geſchaffen hat,—
denn nur dieſer göttliche Kuͤnſtler haͤtte die melan⸗ choliſche Anmuth dieſes zauberiſchen Geſichtes, die
heitere Klarheit ſeines himmliſchen blauen Auges
wiedergeben können, das dem eines Engels oder eines in den Himmel erhobenen Maͤrtyrers glich, ja eines Maͤrtyrers, denn bereits umgab ein blu⸗ tiger Heiligenſchein dieſen reizenden Kopf.
Ueber den blonden Augenbrauen bemerkte man mit Schmerz eine ſchmale Narbe, welche in der Kalte eine hellere Farbe erhalten hatte, ſchon mehrere Mo⸗


