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ſie die Naͤhe einer eben ſo entſetzlichen als unver⸗ meidlichen Gefahr erkannten, warfen einige einen Theil ihrer Kleidungsſtuͤcke ab, um jeden Augen⸗ blick einen letzten Verſuch wagen zu koͤnnen, ihr Leben der Wuth der Wellen ſtreitig zu machen, während andere jede Hoffnung aufgaben und dem Tode mit ſtoiſchem Gleichmuthe trotzten.
Hier und da erblickte man ruͤhrende oder ſchreck⸗ liche Epiſoden auf einem Hintergrunde duͤſterer und ſtumpfer Verzweiflung, wenn man ſich ſo aus⸗ druͤcken kann.
Ein junger Mann von etwa achtzehn bis zwan⸗ zig Jahren, mit ſchwarzem glänzendem Haar, kupferfarbigem Teint und vollkommen regelmäßi⸗ gen, ſchoͤnen Zuͤgen, betrachtete dieſes Schauſpiel des Schreckens und der Verzweiflung mit jener traurigen Ruhe, die denen eigenthuͤmlich iſt, welche oft große Gefahren beſtanden haben. Er hatte ſich in einen Mantel gehuͤllt, lehnte ſich an die Schanzverkleidung und ſtemmte die Fuͤße auf ein Stuͤck des Maſtwerkes. Mit einemmale erblickte die ungluckliche Mutter, welche ihr Kind auf dem Arme und Gold in der Hand hielt und ſich bereits vergebens an einige Matroſen gewendet hatte, um ſie zu bitten, ihr Kind zu retten, den kupferfarbigen jungen Mann, warf ſich vor ihm auf die Knie und reichte ihm das Kind mit einem Ausdrucke unbeſchreiblicher Verzweiflung hin. Der junge Mann nahm es, ſchuͤttelte traurig das Haupt, während Der ewige Jude. IV. 6
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