er auf die wuͤthenden Wogen deutete, ſchien aber mit einer ausdrucksvollen Geberde der Mutter zu verſprechen, wo moͤglich das Kind retten zu wollen. Da benetzte die jugendliche Mutter in thoͤrichtem Hoffnungsrauſche die Hand des Juͤnglings mit heißen Thraͤnen.
Weiterhin ſchien ein anderer Paſſagier des
„Schwarzen Adlers“ die lebhafteſte Theilnahme zu empfinden.
Er ſchien kaum fuͤnf und zwanzig Jahre zu zählen. Lange blonde Locken wallten um ſein Engels⸗ geſicht. Er trug einen ſchwarzen Leibrock und einen weißen Ueberſchlagkragen, ging von einem der Ver⸗ zweifeltſten zum andern und ſprach ihnen Troſt und Hoffnung zu. Wenn man ihn ſo dieſe troͤ⸗ ſten, jene ermuthigen hoͤrte, und zwar in einer ſalbungsvollen, liebreichen und unbeſchreiblich mil⸗ den Sprache, haͤtte man glauben koͤnnen, er ſelbſt habe von den Gefahren, die auch ihn bedroheten, nicht zu fuͤrchten gehabt.
Man erkannte auf dieſem ſchoͤnen, lieblichen Geſichte eine heilige, ruhige Unerſchrockenheit, eine Abziehung von allen irdiſchen Gedanken. Von Zeit zu Zeit ſchlug er ſeine großen blauen Augen, die von Dankbarkeit, Liebe und Seelen⸗ heiterkeit ſtrahlten, zum Himmel empor, gleichſam um Gott dafuͤr zu danken, daß er ihn in eine jener ſchrecklichen Pruͤfungen gefuͤhrt habe, in denen der muthvolle Mann ſich fur ſeine Bruͤder aufopfern
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