reſt eines Maſtes hielt, gab in dieſer aͤußerſten Noth mit kaltbluͤtigem Muthe ſeine letzten Befehle. Die Boͤte waren durch die Wellen fortgeriſſen wor⸗
den. Die Schaluppe auszuſetzen war ein Werk der Unmoͤglichkeit und Rettung ließ ſich nur in dem
Falle hoffen, daß das Schiff nicht gleich bei dem
erſten Anſtoße an die Felſen zertruͤmmert wurde
und mittelſt eines Taues eine gefahrliche Verbin⸗ dung zwiſchen dem Lande und den Truͤmmern des Schiffes ſich herſtellen ließ.
Das Verdeck war voll von Paſſagieren, deren lautes Jammern voll Todesangſt die allgemeine Verwirrung noch erhohete.
Einige, die ſich wie betäubt an das Tatvert angeklammert hielten, erwarteten den Tod mit
dumpfer Unempfindlichkeit; andere rangen verzweif⸗ ungsvoll die Hände oder wälzten ſich unter griß⸗ lichen Fluͤchen auf dem Verdeck. Hier knieten und beteten Frauen; andere ver⸗ huͤllten das Geſicht mit den Haͤnden, gleichſam als wollten ſie den Tod nicht kommen ſehen; eine leichenblaſſe junge Mutter, die ihr Kind an die Bruſt druͤckte, ging bittend von einem Matroſen
zum andern und bot dem, der ihren Sohn retten
wollte, einen Beutel voll Gold und Juwelen, die ſie geholt hatte.
Dieſes Geſchrei, dieſe Angſt, dieſe Thränen bildeten einen grellen Gegenſatz mit der duͤſtern und ſchweigenden Reſignation der Matroſen. Als
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