ſchen, das Vertrauen, ſo brandmarken! Ich ver⸗ lange ja von Ihnen nichts Anderes, als daß Sie mir im Vertrauen Alles, was vorgeht, und zwar ſo ausfuͤhrlich als möglich ſchreiben. Unter dieſen beiden Bedingungen, die von einander unzertrenn⸗ lich ſind, bleiben Sie Verwalter, ſonſt wuͤrde ich mit Schmerz und Bedauern mich genoͤthiget ſehen, der Frau von Sainte-Colombe einen andern zu empfehlen.“
„Herr, ich beſchwoͤre Sie,“ rief Dupont ergrif⸗ fen aus,„knuͤpfen Sie keine Bedingung an Ihren Edelmuth. Ich und meine Frau, wir haben nur unſere Stelle zu unſerm Unterhalte und ſind zu alt, um eine andere finden zu können. Bringen Sie meine vierzigjaͤhrige Rechtſchaffenheit nicht in einen Kampf mit der Furcht vor der Armuth, die eine ſo ſchlimme Rathgeberin iſt..“
„Mein lieber Dupont, Sie ſind ein großes Kind. Ueberlegen Sie ſich die Sache und Sie mir nach acht Tagen Antwort,,“
„Herr, Erbarmen!“ Die Unterredung wurde durch ein donnerndes
Getoͤſe unterbrochen, das bald die Echos der felſi⸗
gen Kuͤſte wiederholten. „Was iſt das?“ fragte Rodin. Kaum hatte er die Worte ausgeſprochen, als daſſelbe Getoͤſe ſich noch ſtaͤrker wiederholte. „Kanonenſchuͤſſe!“ rief Dupont aus, indem er


