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vor vierzehn Jahren war, blos Abbé, ſtatt daß er Erzbiſchof oder Cardinal ſein konnte, wie ſo viele
Andere, die ſeine Verdienſte und ſeine Tugenden nicht hatten.“
Rodin ſprach mit ſolcher Natuͤrlichkeit, mit ſol⸗ cher Ueberzeugung, die Thatſachen, die er erwähnte, ſchienen ſo unbeſtreitbar zu ſein, daß Dupont un⸗
willkuhrlich ausrufen mußte:
„Aber, Herr, das iſt ja praͤchtig!“
„Prächtig? Ach nein,“ antwortete Rodin mit einem unnachahmlichen Ausdrucke von Naivetät; „es iſt ſehr einfach wenn man das Herz des Herrn von Aigrigny hat. Unter ſeinen vortreffli⸗ chen Eigenſchaften beſitzt er auch die, daß er brave, rechtſchaffene, ehren⸗ und gewiſſenhafte Leute nicht vergißt und daß er ſich deshalb auch Ihrer erin⸗ nerte, mein lieber Herr Dupont.“
„Wie? Der Herr Marquis hätte die Gnade gehabt.2“
„Ich habe erſt vor drei Tagen einen Brief von ihm erhalten, in welchem er Sie erwaͤhnte.“
„Er iſt alſo in Paris?“
„Er kann jeden Augenblick da eintreffen. Vor ungefaͤhr drei Monaten reiſete er nach Italien und er hat auf dieſer Reiſe eine ſehr traurige Nachricht
erhalten, die Anzeige von dem Tode ſeiner Mutter,
welche den Herbſt auf den Guͤtern der Frau Fuͤr⸗ ſtin von Saint Dizier verbringen wollte.“ „Du lieber Gott! Ich wußte nicht...“


