Teil eines Werkes 
175. Theil, Der ewige Jude : 4. Bändchen (1844) Le juif errant
Entstehung
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ein anderer uͤbrig.. Ehe wir dahin gehen, muß ich Sie an etwas erinnern, was Sie vielleicht vers

geſſen haben, näͤmlich, daß der Marquis von Aig⸗

rigny, der damals als Huſarenoberſt in Abbevillé ſtand, vor fuͤnfzehn oder ſechszehn Jahren einige Zeit hier zugebracht hat..“

„Ach, Herr, das war ein ſchoner Officier! Ich ſprach eben erſt mit meiner Frau von ihm. Er war die Freude des Schloſſes. Wie gut ſpielte er Comoͤdie, namentlich die„liederlichen Taugenichtſe“ In den„zwei Edmunds“ als betrunkener Soldat war er zum Kranklachen. Und welche ſchöne Stimme hatte er! Er ſang„Joconde“ hier, wie man ihn vielleicht in Paris nicht ſingt.“

Rodin horte den Verwalter an und ſagte dann zu ihm:

„Sie wiſſen wahrſcheinlich, daß der Oberſt, Marquis von Aigrigny(deſſen Geheimſecretair zu ſein ich jetzt die Ehre habe), nach einem ſchreckli⸗ chen Zweikampfe mit einem eingefleiſchten Bona⸗ partiſten, dem General Simon, die Welt verlaſſen und ſich der Kirche gewidmet hat..“

„Iſt es moglich? Der ſchöne Officier?!“

„Dieſer ſchoͤne, tapfere, adelige, reiche, ge⸗ feierte, geſuchte Oberſt hat alle dieſe Vortheile auf⸗ gegeben, um ein aͤrmliches ſchwarzes Gewand an⸗ zulegen, und iſt jetzt trotz ſeinem Namen, ſeiner

Stellung, ſeinen Verbindungen und ſeinem Rufe

als ausgezeichneter Prediger heute noch, was er

Der ewige Inde. IV. 5