Teil eines Werkes 
175. Theil, Der ewige Jude : 4. Bändchen (1844) Le juif errant
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Hoͤre nur, ſagte dieſer, indem er auf den Hindu zeigte, der in der Angſt ſeines Traumes wieder zu ſprechen anfing;hoͤre nur, da wieder⸗ holt er die Antworten jenes Mannes, als wir ihm die Wahl ſtellten, ob er ſterben oder mit uns am guten Werke arbeiten wolle. Sein Geiſt iſt gebeugt, immer gebeugt.

Der Hindu ſprach wirklich in ſeinem Traume ganz laut eine Art räthſelhaften Verhoͤres, die Fra⸗ gen und auch die Antworten.

Reiſender, ſagte er in kurz abgebrochenen Satzen,warum dieſer ſchwarze Streifen auf Dei⸗ ner Stirn? Er zieht ſich von einer Schlaͤfe zur andern, und iſt ein bedeutungsvolles Zeichen. Der Blick iſt traurig wie der Tod. Biſt Du ein Opfer geweſen? So komme zu uns. Bohwanie raͤcht die Opfer. Haſt Du gelitten? Ja, ich habe viel gelitten. Seit langer Zeit? Ja, ſeit ſehr langer Zeit. Du leideſt noch? Immer. Was behaͤltſt Du dem vor, der Dich leiden ließ? Mitleiden. Willſt Du Streich mit Streich vergelten? Ich gebe Liebe fuͤr Haß. Wer biſt Du denn, daß Du Gutes fur Boͤſes giebſt? Ich bin der, wel⸗ cher liebt, leidet und verzeiht.

Bruder, horſt Du? ſagte der Neger zu Fa⸗ ringhea.Er hat die Worte nicht vergeſſen, die jener Mann vor dem Lode ſprach.

2