„Der Malaie kommt nicht zurück,“ ſagte der Meſtize, Faringhea mit Namen, das gefuͤrchtetſte Oberhaupt der Moͤrderbande;„vielleicht iſt er bei der Vollziehung unſerer Befehle von Dſchalma er⸗ mordet worden.“ 4
„Das Gewitter am Vormittage hatte alle Schlan⸗ gen aus der Erde herausgetrieben,“ ſprach der Ne⸗ ger;„vielleicht iſt der Malaie gebiſſen worden und vielleicht iſt ſein Koͤrper jetzt nichts als ein Schlan⸗ genneſt.“
„Um das gute Werk zu foͤrdern,“ fuͤgte Fa⸗ ringhea hinzu,„muß man dem Tode zu trotzen wiſſen.“
„Und ihn zu geben verſtehen,“ ſetzte der Neger hinzu.
Ein erſtickter Schrei, dem einige unarticulirte Worte folgten, ekregte die Aufmerkſamkeit dieſer beiden Maͤnner, die raſch das Geſicht nach dem Schlafenden hinwendeten.
Dieſer war hoͤchſtens dreißig Jahre alt, bart⸗ los und gelblichkupferfarbig. Sein Gewand von grobem Zeuge und ſein kleiner gelb und braunge⸗ ſtreifter Turban zeigten an, daß er der reinen Hindu⸗ Race angehoͤrte. Sein Schlaf ſchien durch einen beaͤngſtigenden Traum geſtoͤrt zu werden; ſein von Schrecken verzerrtes Geſicht war von Schweiß be⸗ deckt; er ſprach im Traume; ſeine Stimme war kurz, abgeſtoßen und er begleitete ſie mit einigen krampfhaften Bewegungen.
Der ewige Jude. IV.


