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An einer Mauer dieſes Tempels, der irgend einer geheimnißvollen und blutgierigen Gottheit ge⸗ widmet geweſen war, lehnt eine plump aus Stein⸗ truͤmmern gebauete Huͤtte. Die Thuͤre aus Rohr⸗ geflecht ſteht offen und es dringt aus ihr ein roͤth⸗ licher Schein heraus, der ſeine grellen Reflexe auf das hohe Gras wirft, von welchem der Boden be⸗ deckt iſt.
In dieſer Huͤtte, die durch eine Thonlampe beleuchtet wird, in welcher ein mit Palmenoͤl ge⸗ traͤnkter Baumwollenfaden brennt, ſind drei Maͤn⸗ ner beiſammen.
Der erſte dieſer drei Maͤnner, der ungefaͤhr vierzig Jahre zaͤhlt, iſt in europaiſcher Art, aber aͤrmlich gekleidet; ſeine bleiche, faſt weiße Geſichts⸗ farbe verraͤth, daß er dem Miſchlingsgeſchlechte angehoͤrt. Er iſt der Sohn eines weißen Vaters und einer Hindu⸗Mutter.
Der zweite iſt ein kraftiger afrikaniſcher Neger mit dicken Lippen, ſtarken Schultern und duͤnnen
3 Beinen. Sein krauſes Haar beginnt zu ergrauen.
Er iſt von Lumpen bedeckt und ſteht neben dem Hindu.
Der dritte liegt auf einer Matte in einer Ecke der Huͤtte und ſchläft.
Dieſe drei Männer ſind die drei Vorſteher der Wuͤrger, die vor der Verfolgung auf dem indi⸗ ſchen Feſtlande unter der Fuͤhrung des Schmugg⸗ lers Mahal eine Zuflucht auf Java geſucht hatten.


