Teil eines Werkes 
174. Theil, Der ewige Jude : 3. Bändchen (1844) Le juif errant
Entstehung
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er hatte der eben ſo ungerechten als barbariſchen Behandlung nur ſtolze ernſte Ruhe entgegengeſetzt, bis er in Freiheit geſetzt worden war.

Dſchalma, der an das patriarchaliſche oder kriegeriſche Leben der Gebirgsvoͤlker gewoͤhnt war, das er nur verlaſſen hatte, um einige Monate im Gefaͤngniſſe zuzubringen, kannte von dem civiliſir⸗ ten Leben eigentlich gar nichts.

Ohne gerade die mit ſeinen guten Eigenſchaften ſonſt immer in Verbindung ſtehenden Fehler zu beſitzen, trieb er die erſtern doch aufs Aeußerſte; er blieb unbeugſam und unerſchutterlich bei ſeinem be⸗ ſchworenen Worte, war hingebend bis zum Tode, vertrauend bis zur Verblendung, gutmuͤthig bis zur vollſtaͤndigſten Selbſtvergeſſenheit und wuͤrde uner⸗ bittlich gegen Jeden geweſen ſein, der ſich undank⸗ bar, treulos oder luͤgenhaft gegen ihn gezeigt; er wuͤrde einem Verräther oder Eidbruͤchigen ohne Bedenken das Leben genommen haben, weil er es ganz recht gefunden haͤtte, mit ſeinem Leben zu buͤßen, wenn er ſich ſelbſt eines Verrathes oder Eidbruches ſchuldig gemacht.

Er war mit einem Worte ein Mann von un⸗ bedingter und ruͤckſichtsloſer Geſinnung, und ein ſolcher Mann im Kampfe mit der Achſelträgerei, den Berathungen, den Falſchheiten, den Täuſchun⸗ gen, den Ränken, den Vorbehalten und Verſtellun⸗ gen einer ſehr verfeinerten Geſellſchaft, z. B. der