Mannes einige geheimnißvolle und ſymboliſche Zeichen.
Dies geſchah ſo raſch, die Nadelſpitze war ſo fein, ſo ſcharf, daß Dſchalma das leichte Ritzen ſeiner Haut nicht fuͤhlte.
Die Zeichen, welche der Wuͤrger gemacht hatte, wurden bald erkennbar, zuerſt in kaum merklicher blaßrother Farbe und in haarduͤnnen Strichenz die beizende langſam wirkende Kraft des Saftes an der Nadelſpitze war aber ſo groß, daß er in der Haut ſich mehr und mehr verbreitete und nach einigen Stunden etwa die kaum bemerkbaren Na⸗ delſtiche blauroth faͤrben mußte.
Nachdem der Wuͤrger ſeinen Zweck erreicht hatte, warf er nochmals einen gierigen Blick auf den ſchlafenden Hindu, dann kroch er von der Matte weg, gelangte an die Oeffnung, durch welche er in die Huͤtte hineingeſchluͤpft war, ſchloß die zerſchnittene Matte wieder, um jeden Argwohn zu entfernen, und verſchwand in dem Augenblicke, als der Donner in der Ferne dumpf zu rollen an⸗ fing.*)
*) In den Briefen Victor Jacquemonts über Inbien lieſet man über die unglaubliche Gewandtheit bieſer Menſchen: „Sie kriechen am Boden hin in den Gräben und in den Furchen der Felder, ahmen hundert verſchiedene Stimmen nach, machen durch den Schrei eines Schakals oder Vogels eine ungeſchickte Bewe⸗ gung wieder gut, die villeicht einiges Geräuſch verurſachte, und ſchweigen dann, worauf ein anderer in einiger Entfernung die Stimme des Thieres in der Ferne nachahmt. Sie ſtören den Schlaf durch


