Ein tiefes Aufathmen hob ſeine Bruſt, denn die Hitze unter der dichten Woͤlbung feuchten Gruͤnes war unertraͤglich.
Kaum hatte Dſchalma ſich geregt, als augen⸗ blicklich hinter dem Baume der kurze helle, ſcharfe
Ton erſchallte, den der Paradiesvogel ausſtoßt, wenn er auffliegt, und der jenem des Faſans faſt gleicht.
Dieſer Schrei wiederholte ſich bald, aber ſchwaͤ⸗ cher, als wenn der glanzende Vogel ſich entfernt hätte. Dſchalma, der nun die Urſache des Geraͤuſches zu kennen glaubte, das ihn einen Augenblick ge⸗ weckt hatte, ſtreckte leicht den Arm aus, auf wel⸗ chem ſein Kopf ruhete, und ſchlief wieder ein, faſt ohne ſeine Lage zu aͤndern.
Einige Minuten lang herrſchte wiederum die tiefſte Stille in dieſer Einode.. Alles blieb unbe⸗ weglich.
Der Wuͤrger hatte durch die geſchickte Nach⸗ ahmung des Geſchreis eines Vogels den unvor⸗ ſichtigen Schmerzensruf wieder gut gemacht, den ihm der Biß der Schlange ausgepreßt.
Als er glaubte, daß Dſchalma wieder einge⸗ ſchlafen ſei, ſtreckte er den Kopf von neuem vor
und er ſah wirklich, daß der junge Hindu wiederum
ſchlief. Da ſtieg er eben ſo vorſichtig von dem Baume herab, obgleich ihm die Hand von dem Schlangen⸗


