gen anſehen koͤnnte, ſchlingen ſich ebenfalls um den Baumſtamm, haͤngen an ihm ihre gruͤnen Ranken mit großen ſilberweißen, innen hellorange gefaͤrb⸗ ten Bluͤten auf, welche einen ſtarken Vanillegeruch verbreiten.
Eine ziegelrothe kleine Schlange, ſo dick wie eine ſtarke Federſpuhle und fuͤnf bis ſechs Zoll lang, ſtreckt den platten Kopf zur Haͤlfte aus einem dieſer un⸗ geheuern duftigen Blumenkelche hervor, in dem ſie zuſammengeringelt liegt.
In der Ajupa liegt auf einer Matte ein jun⸗ ger Mann in tiefem Schlafe.
Nach ſeiner goldgelben, faſt durchſcheinenden Geſichtsfarbe koͤnnte man ihn fuͤr ein Bild von blaſſem Kupfer halten, auf dem ein Sonnenſtrahl ſpielt. Seine Lage iſt einfach und anmuthigz ſein zuſammengelegter rechter Arm ſtuͤtzt den etwas nach der Seite gewendeten Kopf; ſein weites weißes Muslingewand mit haͤngenden Aermeln laͤßt die eines Antinous wuͤrdige Bruſt und die Arme ſehen; der Marmor iſt nicht feſter und nicht glaͤtter als ſeine Haut, deren Goldfarbe lebhaft von dem wei⸗ ßen Gewande abſticht. An der breiten hochgewoͤlb⸗ ten Bruſt ſieht man eine tiefe Narbe. Er empfing
dieſe Narbe, als er das Leben des Generals Si⸗
mon, des Vaters Roſa's und Bianca's, verthei⸗ digte.
Am Halſe trägt er eine kleine Medaille, gleich der, welche die beiden Schweſtern fuͤhren.
——
—


