Dieſer Hindu iſt Dſchalma.
Seine Zuͤge ſind zugleich edel und reizend ſchoͤnz ſein blauſchwarzes, auf der Stirn geſcheiteltes Haar fällt reich, aber nicht gelockt, auf die Schultern; die ſcharf und fein gezeichneten Brauen ſind eben ſo dunkelſchwarz wie die langen Wimpern, die ihren Schatten auf die bartloſen Wangen werfen; uͤber ſeine leicht geoͤffneten lebhaft rothen Lippen dringt der Athem gepreßt; ſein Schlaf iſt ſchwer und un⸗ ruhig, denn die Hitze wird von Minute zu Minute erſtickender.
Draußen herrſcht tiefe Stille und man bemerkt nicht den leichteſten Lufthauch. Gleichwohl begin⸗ nen nach einigen Minuten die gewaltigen Farn⸗ kräuter, die den Boden bedecken, ſich zu bewegen, wenn auch kaum bemerklich, als wenn ein langſam kriechender Koͤrper unten die Stengel leiſe beruͤhrte.
Bisweilen hoͤrt dieſe ſchwache Bewegung ploͤtz⸗ lich auf und Alles wird wieder voͤllig ſtill und ruhig.
Nach mehrmaligem Wechſel zwiſchen leiſem Ge⸗ raͤuſch und tiefer Stille erſchien ein menſchlicher Kopf in den BVinſen in einiger Entfernung von dem Stamme des abgeſtorbenen Baumes.
Dieſer Mann mit unheimlichem Geſicht hatte eine gruͤnliche Bronzefarbe, langes ſchwarzes, um den Kopf herum geflochtenes Haar, wild funkelnde Augen und einen Ausdruck von Schlauheit. Er hielt den Athem an ſich, blieb einen Augenblick undeweglich und kroch dann auf den Haͤnden und
Der ewige Iude. MI. 5


