„Wir ſind ganz Ohr, Dagobert,“ antworteten. die Mädchen mit traurig⸗aufmerkſamem Geſicht.
Nach einer kurzen Pauſe, in welcher der Ve⸗ teran ſich ſammelte, begann er ſeine Erzahlung mit den Worten:
„Euer Vater, der General Simon, war der Sohn eines Handwerkers, der ſein Lebelang Hand⸗ werker geblieben iſt, denn der General mochte thun und ſagen, was er wollte, ſein Vater blieb hart⸗ näckig ſeinem Stande treu. Er war ein Eiſenkopf und ein Goldherz, gerade wie ſein Sohn. Euer Vater trat als gemeiner Soldat ein, wurde Ge⸗ neral und Reichsgraf; Ihr koͤnnt Euch alſo denken, daß das nicht ohne Muͤhe und ohne Ruhm moͤg⸗ lich zu machen war.“
„Reichsgraf? Was iſt das, Dagobert?“
„Eine Dummheit, ein Titel, den der Kaiſer neben dem Range zugab, eine Art, dem Volke, das er liebte, weil er ſelbſt aus dem Volke ſtammte, zu ſagen.. Kinder, Ihr wollt Adel ſpielen wie die alten Adeligen? Da— da ſeid Adelige; Ihr wollt Koͤnig ſpielen, da— ſeid Könige.. Verſucht es mit Allem, Kinder, fuͤr Euch iſt nichts zu gut; koſtet es!“
„Könige!“ riefen die Mädchen aus, indem ſie in Bewunderung die Haͤnde falteten.
„Die groͤßten Koͤnige! Ach, mit Kronen knickerte der Kaiſer gar nicht. Ich habe einen Schlafkame⸗


