Teil eines Werkes 
173. Theil, Der ewige Jude : 2. Bändchen (1844) Le juif errant
Entstehung
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hinzu,es liegt doch auch in den Träumen manch⸗ mal etwas Wahres. In Spanien hatten zwei Dragoner der Kaiſerin, Kameraden von mir, am Tage vor ihrem Tode getraͤumt, ſie wurden durch die Moͤnche vergiftet werden, und ſie wurden es. Wenn Ihr hartnaͤckig von dieſem ſchönen Engel Gabriel traͤumt, ſo geſchieht es, ſo geſchieht es, weil weil es Euch Freude macht. Ihr habt am Tage nicht viel Unterhaltung, ſo träumt alſo we⸗ nigſtens angenehm.. Nun aber, Kinder, habe ich Euch auch viel zu erzählen, und verſprecht mir, nicht traurig zu werden, weil von Eurer Mutter die Rede ſein wird.

Sei ruhig, wir ſind nicht traurig, wenn wir an ſie denken, nur ernſthaft.

Das iſt mir lieb. Weil ich Euch zu betruͤben furchtete, verſchob ich es immer, Euch das zu ſagen, was Euere arme Mutter Euch mitgetheilt haben wuͤrde, ſobald Ihr aus den Kinderſchuhen heraus⸗ getreten; aber ſie ſtarb ſo ſchnell, daß ſie keine Zeit mehr dazu fand und dann brach das, was ſie Euch mitzutheilen hatte, ihr das Herz und mir auch.. Ich verſchob alſo dieſe Eroͤffnungen ſo lange als ich konnte und ſagte Euch, ich wuͤrde mit Euch von nichts der Art reden, bis wir uͤber das Schlachtfeld kaͤmen, auf welchem Euer Va⸗ ter gefangen genommen worden ſei. Dadurch er⸗ hielt ich Zeit, aber der Augenblick iſt nun gekom⸗ men und ich kann nicht mehr ausweichen.