„Ich verſichere Euch, es fehlt mir nichts,“ ant⸗ wortete der Soldat anfangs mit einiger Verlegen⸗ heit, denn er konnte nicht luͤgen; dann fiel ihm eine vortreffliche Erklaͤrung ſeiner Aufregung ein und er ſetzte hinzu:„Wenn ich ſo ausſehe, als fehle mir etwas, ſo iſt bloß Eure Angſt daran Schuld; ich bin daruͤber erſchrocken, denn— es iſt doch nur meine Schuld..
„Deine Schuld?“
„Ja, wenn ich nicht ſo viel Zeit mit dem Eſſen verſaͤumt häͤtte, waͤre ich da geweſen, als die Scheiben zerbrochen wurden und haͤtte Euch einen angſtvollen Augenblick erſpart.“
„Jetzt biſt Du da— und wir denken nicht mehr daran.“
„Du ſetzeſt Dich aber gar nicht?“
„Doch, Kinder, denn wir haben viel zu reden,“ antwortete Dagobert, indem er einen Stuhl nahm und ſich an das Bett der beiden Schweſtern ſetzte.
„Seid Ihr aber auch recht munter?“ ſetzte er hinzu und verſuchte zu lächeln, um ſie zu beruhi⸗ gen.„Laßt ſehen, habt Ihr die großen Augen gehoͤrig offen?“
„Sieh her, Dagobert,“ entgegneten die Mäd⸗ chen lachend und indem ſie ihre blauen Augen weit aufmachten.
.„So, ſo!“ ſagte der Soldat.„Sie haben noch Zeit genug, ſich zu ſchließen. Es iſt erſt um neun Uhr.“


