— 95—
„Wir haben Dir auch etwas zu ſagen, Da⸗ gobert,“ fuhr Roſa fort, nachdem ſie ihre Schwe⸗ ſter fragend angeſehen hatte.
„Wirklich?“ „Wir haben Dir etwas zu offenbaren!“ „Zu offenbaren?“
„Mein Gott! Ja!“
„Aber, ſiehſt Du, etwas ſehr, ſehr Wichtiges..“ ſetzte Noſa ſehr ernſthaft hinzu.
„Etwas, das uns Beide angeht,“ fuhr Roſa fort.
„Das glaube ich wohl.. Was die Eine an⸗ geht, geht immer auch die Andere an. Seid Ihr nicht wie zwei Mandeln in der Schale, wie man
zu ſagen pflegt?“
„Wenn Du die große Kapuze Deines Man⸗ tels uͤber uns breiteſt, moͤgen wir wohl einiger⸗ maßen ſo ausſehen,“ ſagte Roſa laͤchelnd.
„So ſind die Schaͤkerinnen! Immer haben ſie das letzte Wort.. Aber nur heraus mit Eurem Geſtändniſſe, da es ein Geſtaͤndniß iſt..“
„Sprich Du, Schweſter,“ ſagte Bianca.
„Nein, das geht nicht. Sie muͤſſen reden,
Sie haben heute Dienſt als Aeltere und eine
ſo wichtige Sache wie ein Geſtaͤndniß kommt der Aeltern zu.. Laßt hoͤren!“ ſagte der Soldat, der ſich bemuͤhete zu lächeln, um ſeinen Aerger uͤber


