Teil eines Werkes 
75.-77. Theil (1841) Kardiki : Novelle / von Eugen Sue ; deutsch von L. v. Alvensleben
Entstehung
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laͤſtigen Derwiſch zu geben, und ſcheinbar, ohne auf ihn zu achtenz der Derwiſch wurde daruber ſo aͤrgerlich, daß er mit ſeinem Voufbora einen hefti⸗ gen Schlag gegen die kryſtallene Scheibe that, die Ali Paſcha mit großen Koſten aus Deutſchland hatte kommen laſſen; die Stuͤcken flogen auf das Sopha rings um den Tyrannen, der ſich begnugte, mit der größten Ruhe zu ſagen: Mein Vater, Ihr ſeid ſehr ungeduldig; nehmt das und be⸗ tet zu Gott fuͤr mich! Dabei gab er ihm noch eine Hand voll Gold, ohne es zu zählen. Der Derwiſch entfernte ſich murrend und ohne zu danken, der Paſcha aber fuhr fort ruhig zu eſſen und mir ſeine Befehle zu ertheilen.

Ich habe ſehr oft geſehen, wie dieſe Derwiſche Steine oder Erdklöße auf Ali warfen, ohne daß dieſer daruͤber bös zu werden ſchien, und ohne daß ſeine fuͤrchterlichen Satelliten die geringſte Bewe⸗ gung machten, dieſe Beleidigung zu hindern.

An einem Sommerabende des Jahres 1818 befand ſich der Weſir an einem Fenſter im Erd⸗ geſchoſſe des Schloſſes Caſtro; da er aber in dem Hofe einen breiten Graben hatte aufwerfen laſſen, der das Gebäͤude von dem Hofe ſelbſt trennte, und man, um zu ihm zu gelangen, uͤber eine Bruͤcke mußte, die mit einer Barriere verſchloſſen war, welche von den fuͤrchterlichen Kavassen bewacht wurde, welche nur den dazu berechtigten Perſonen oͤffneten, wurden die Derwiſche wuͤthend. Am