Teil eines Werkes 
75.-77. Theil (1841) Kardiki : Novelle / von Eugen Sue ; deutsch von L. v. Alvensleben
Entstehung
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erſten Abend, als der Tyrann ſich auf dieſe Weiſe öffentlich zeigte, faßte ein Derwiſch mit beiden Haͤn⸗ den das Gitter, welches an beiden Seiten des Ho⸗ fes an dem Graben hinlief, wendete ſeine ganze Kraft an, es zu erſchuͤttern, und forderte die Um⸗ ſtehenden auf, ihm zu helfen. Man kann ſich leicht denken, daß Niemand eine ſolche Thorheit beging, welche jedem Andern, als einem Derwiſch, das Le⸗ ben gekoſtet haben wuͤrde. Als der Wahnſinnige ſah, daß Niemand ihm beiſtand, wendete er ſich zu dem Volke und forderte es mit der groͤßten Hef⸗ tigkeit auf, das Gitter niederzureißen, in den Pa⸗ laſt zu dringen und ihn zu pluͤndern, wobei er es ſich vorbehielt, den Tyrannen, ſowie die Chriſten, die ihn umgaben, zu tödten. Er ſuchte die Hab⸗ gier der Albaneſen dadurch zu reizen, daß er ihnen ein Bild von den ungeheuern Reichthuͤmern ent⸗ warf, welche in dem Palaſte aufgehaͤuft waͤren, und um ſie gegen ihren Herrn aufzubringen, ſchrie er ihnen zu, es ſei ſchmachvoll fur Muſelmaͤnner, ſich von einem Menſchen beherrſchen zu laſſen, der von griechiſchen und europäiſchen Chriſten umge⸗ ben ſei, welche ihn leiteten und ſo eigentlich die wa⸗ ren, welche rechtglaͤubige Muhammedaner beherrſch⸗ ten. Man verraͤth Euch, ſchrie er; Muſelmaͤn ner, Ihr, Eure Weiber, Eure Kinder, Eure Guͤter und Euer Land, ſeid verkauft und werdet den Chriſten uͤberliefert werden. Was wartet Ihr, Euch des Tyrannen zu entledigen, bes Verraͤthers, der Eu⸗