— 148—
Kiahyah, und eines Scheiks, Maſſeont, eines alten Wuͤſtlings aus Conſtantinopel, wo er Su⸗ perior eines Teke in Scutari war, und der Ali Paſcha jaͤhrlich einmal beſuchte; er war der ver⸗ traute Genoſſe aller ſeiner ſchmutzigen Orgien. Daſſelbe Vorrecht war auch allen Monbagis und andern ausgezeichneten Perſonen gewaͤhrt, welche von Conſtantinopel kamen, ſo wie den Conſuln der fremden Maͤchte. Es war ſchon zuweilen geſche⸗ hen, daß ein Derwiſch in Gegenwart des Weſirs eine Pfeife forderte, aber nur in kleiner Geſell⸗ ſchaft, und die Diener glaubten, daß bei der großen Anzahl der anweſenden Perſonen, welche ſich durch ihren Rang, ihr Vermoͤgen, oder ihre Gunſt, in der ſie beim Paſcha ſtanden, auszeichneten, und von denen keiner eine Pfeife hatte, denn Ali Paſcha allein rauchte, es nicht paſſend ſein wuͤrde, einem zerlumpten Derwiſch eine Pfeife zu geben. Der unverſchaͤmte Menſch aber ſchrie von ſeinem Platze aus dem Weſir zu: Ali, ich will rauchen! Die⸗ ſer befahl ſogleich, ihm eine Pfeife zu bringen, aber der Derwiſch erklaͤrte, daß er einen Narguile ver⸗ lange(eine perſiſche und arabiſche Pfeife, bei wel⸗ cher der Rauch durch Waſſer geht). Ali befahl ihm zu bringen, was er verlangte. Der eigenſin⸗ nige Derwiſch ſagte, er wollte durchaus die, aus welcher der Paſcha ſo eben rauchte; Ali, ſo wie einige andere Perſonen, mochten ihm immer noch ſagen, daß er eine noch reichere bekommen ſollte,


