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Futterale von weißem Eiſenblech machen zu laſſen, in denen Schuͤſſeln und Teller ſtanden. Dieſe Etuis wurden mit zwei Schlöſſern verſehen, und jeder der vertrauten Leibdiener trug zu einem der⸗ ſelben den Schluſſel; uͤber dieſes Futteral wurde dann noch eine ſcharlachrothe Decke geworfen und
unter dem Ganzen mit Schnuren zugezogen. Die
Schlöſſer wurden dann erſt an der offenſtehenden Speiſethuͤr aufgeſchloſſen, und er ſelbſt, welcher der Thuͤr gegenuͤber ſaß, konnte Alles ſehen, was dabei vorging.
Aus Furcht, ungeachtet der Wachen, der Leib⸗ diener, der Decken, der Futterale und Schloſſer vergiftet zu werden, bezahlte der Tyrann einen ſei⸗ ner vertrauten Albaneſen, Namens Moukhtar, wel⸗ cher keine andere Funktion hatte, als die, in Ge⸗ genwart des Weſirs einen Mundvoll von jeder Schuͤſſel zu koſten, die man auf die Tafel ſetzte; das war uͤbrigens eine unnutze Vorſicht, weil es Gifte giebt, die erſt lange nachher wirken, nachdem ſie genoſſen ſind.
Man wußte nie, in welchem Zimmer der Ty⸗ rann die Nacht zubrachte, denn er hatte in ſeinem Palaſte mehrere Schlafgemache, obgleich er bei ſei⸗ nen haͤufigen Blutfahrten ohne Schwierigkeit in den Bauernhuͤtten uͤbernachtete. Freilich war er dabei gut bewacht.
Er furchtete ſich ſehr vor dem Donner, etwas
Seltenes bei den Orientalen, und gleichwohl war


