Teil eines Werkes 
75.-77. Theil (1841) Kardiki : Novelle / von Eugen Sue ; deutsch von L. v. Alvensleben
Entstehung
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er feſt uͤberzeugt, daß er 150 Jahre alt werden ſollte. Was ihn aber am meiſten in Furcht ſetzte, war die Peſt; er furchtete ſie mehr als ſogar die Europaͤer, und das heißt nicht wenig ſagen, denn ich muß, obgleich widerſtrebend, geſtehen, daß die Meiſten derſelben ihre Furcht bis zum Laͤcherlichen treiben. Ich kenne jedoch Einige, die ſie ebenſo⸗ wenig furchten als ich. Um aber wieder auf Ali Paſcha zuruͤckzukommen, ſo lieferte er ſich, wenn nur die geringſten Spuren der Peſt in Janina ſich zeigten, ganz in die Hände der Italiener, und ſcheute die Annäherung der Muſelmaͤnner und Ju⸗ den, welche die Peſt nicht fuͤrchten, und deshalb keine Vorſichtsmaßregeln gegen dieſelbe treffen. Er entfloh dann aus Janina und begab ſich gewohn⸗ lich nach Preveſa. Ich war zweimal Zeuge von den Wirkungen ſeiner Furcht vor der Peſt, das eine Mal im October 1816, das andere Mal im Jahre 1817. Das erſte Mal genoß ich noch ſei⸗ ner großen Gunſt, denn ich war erſt vor vier Mo⸗ naten angelangt; das erſte Mal alſo, als die Peſt in Janina ausbrach, wußte ich davon noch nichts, als ich eines Morgens ſehr fruͤhzeitig durch meinen Diener die Nachricht davon erhielt, die mich aber gar nicht beunruhigte. Waͤhrend ich nach nähern Umſtaänden fragte, wurde ich zu dem Paſcha ge⸗ rufen. Ich wohnte damals noch nicht in der Feſtung, und als ich an das Thor derſelben kam, fand ich es verſchloſſen. Der Kavaſſe, der mich gerufen