Teil eines Werkes 
75.-77. Theil (1841) Kardiki : Novelle / von Eugen Sue ; deutsch von L. v. Alvensleben
Entstehung
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aber von ſeiner Mutter, aber von ſeiner Schweſter, aber von der ſeiner Familie angethanen Schmach ſprach Ali kein Wort.

Endlich wendete der Weſir noch den unwider⸗ ſtehlichen Zauber ſeiner gewohnlichen Verfuͤhrungs⸗ kuͤnſte an, beruhigte die Ungluͤcklichen, ruͤhrte ſie, beſchwichtigte ihre Furcht und fragte voll Theil⸗ nahme nach ihren Beduͤrfniſſen, ſo wie nach denen der Stadt, die er, wie er ſagte, bluͤhender ſehen wollte, als irgend eine andere Stadt Albaniens. Er ſprach ferner von den Landſtraßen, die er bah⸗ nen, von den Waſſerleitungen, die er wiederher⸗ ſtellen wollte; endlich, nachdem er ſeine Opfer voll— kommen getaͤuſcht, verabſchiedete er ſie, nachdem er ſie gebeten hatte, ſeiner in einer benachbarten Ka⸗ rawanſerai zu warten, wohin er ſich begeben wuͤrde, um ſich mit ihnen uͤber die Erfuͤllung der Ver⸗ ſprechungen zu verſtaͤndigen, die er ihnen wegen der Verſchoͤnerung von Kardiki und wegen der Er⸗ maͤßigung mehrerer Abgaben gemacht hatte.

Dieſe Karawanſerai bildete ein ungeheures Viereck von einem Hofe, zu dem nur eine einzige Eingangsthuͤre fuͤhrte. Starke Mauern, welche ſich terraſſenformig erhoben, umſchloſſen den Platz auf drei Seiten. Die vierte Seite wurde von dem Wohngebaͤude der Karawanſerai gebildet.

Am Nachmittage betrat die ganze maͤnnliche Bevoͤlkerung von Fardiki dieſen Hof. Sogleich wurde die Thuͤr geſchloſſen und feſt verrammelt.

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