Teil eines Werkes 
75.-77. Theil (1841) Kardiki : Novelle / von Eugen Sue ; deutsch von L. v. Alvensleben
Entstehung
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Obgleich das Geſchick der Beys noch nicht be⸗ kannt war, fuͤrchtete man doch ſo allgemein die Grauſamkeit Ali's und deſſen heuchleriſches Beneh⸗ men, daß die Bevoͤlkerung, ohne das Loos voraus⸗ zuſehen, das ihrer wartete, dieſen Befehl mit allen Zeichen des hoͤchſten Schreckens vernahm. Die Weiber, die auf Befehl des Weſirs in Kardiki zuruͤckblieben, brachen in Thraͤnen aus, und die Maͤnner in Verwuͤnſchungen. Mehrere Muͤtter nahmen ihre Kinder in die Arme und ſtuͤrzten ſich von den Gipfeln der Felſen hinab in den Ce⸗ lydnus. Aber endlich mußte man doch gehorchen, und alle maͤnnliche Bewohner der Stadt begaben ſich in eine Ebene am Fuße des Schloſſes Kendria, wo der Weſir ſich ſchon befand, umgeben von 4000 Palikaren, Armatolen und Myrditen. Die erſten Einwohner der Stadt wollten ſich dem Weſir zu Fuͤßen werfen, dieſer ließ ihnen aber dazu nicht die Zeit, ſondern umarmte voll Herzlichkeit die Aelteſten, nannte ſie die Vielgeliebten ſeines Herzens, ſeine guten Vaͤter, ſprach mit ihnen von den guten alten Zeiten in Epirus, von den Tagen, in denen er, Ali, den Juͤngſten und Gewandteſten unter den Farnys, den Nachbarn von Debelen, den Preis des Wett⸗ laufens, Ringens und Schießens ſtreitig machte, den ſeine Mutter Khamco vertheilte, an einem der Fenſter des Serails ſtehend. Er ſprach ferner mit ihnen von den beruͤhmten Klephthen jener Zeiten, deren Namen in der Ebene Schrecken verbreitetez