Teil eines Werkes 
75.-77. Theil (1841) Kardiki : Novelle / von Eugen Sue ; deutsch von L. v. Alvensleben
Entstehung
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Jetzt kam Ali herab von den Hoͤhen von Ken⸗ dria, in ſeinem prachtvollen Palankin, getragen von ſeinen Valaguen. Am Fuße des Berges ſetzte er ſich in ſeine Kaleſche, die mit Kiſſen von Gold⸗ brocat und mit koſtbaren Cachemir-Schawls ge⸗ ſchmuͤckt war. Nachläſſig in ſeinem Wagen aus⸗ geſtreckt, mit Pelzen bedeckt, befahl er ſeinem Kut⸗ ſcher, ihn nach der Karawanſerai zu fahren; er fuhr rings um daſſelbe her und uͤberzeugt, daß keiner der Kardikioten entkommen koͤnnte, ließ er plotzlich halten, ſtand auf, wendete ſich zu ſeinen Truppen und rief vras(todtet), indem er mit der Buͤchſe, die er in der Hand hielt, nach der Kara⸗ wanſerai zeigte.

Aber die Albaneſen weigerten ſich durch den Mund ihrer Fuͤhrer auf das Beſtimmteſte, dieſe empoͤrende Metzelei zu beginnen.

Ali wendete ſich hierauf zu ſeinen chriſtlichen Milizen, aber er ſtieß bei ihnen auf dieſelbe Wei⸗ gerung.

Stets aͤuſſerlich gelaſſen, unterdruͤckte Ali zwei⸗ oder dreimal ein krampfhaftes Gähnen, welches bei ihm das Zeichen eines eben ſo heftigen als ver⸗ biſſenen Zornes war, laͤchelte und gab den Mord⸗ befehl an Michael Anaſtaſius Vafa, welcher die Tokadaren befehligte, eine Art Miliz aus den wil⸗ deſten Stämmen der Gueguen zuſammengeſetzt.

Michael ſenkte das Haupt zum Zeichen des Gehorſams, ſtieg an der Spitze ſeiner Tokadaren