Teil eines Werkes 
75.-77. Theil (1841) Kardiki : Novelle / von Eugen Sue ; deutsch von L. v. Alvensleben
Entstehung
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einer antiken Tunica bekleidet, einen großen, ſchwe⸗ ren Korb von Weidengeflecht, mit Haidekraut be⸗ deckt, in dem Serail niederſetzen, indem ſie ſagten, ein kuͤhner Palikare habe ihnen befohlen, dieſes aͤrmliche Geſchenk der Wittwe Vely's Bey von De⸗ belen zu uͤberbringen.

Voll Ungeduld befragten die Frauen Khamco's ihre Gebieterin mit einem neugierigen Blicke; dieſe gab ein Zeichen, das Haidekraut wurde fortgenom⸗ men, und es zeigte ſich irgend eine ſcheußliche Tro⸗ phaͤe, der Kopf eines wilden Lapezraͤubers, dem mit dem Dolche auf die Stirn geſchrieben war: Liebe fuͤr Khamco die Bleiche.

Beſcheidene Huldigung irgend eines geheimniß⸗ vollen und ſchuͤchternen Liebhabers, der aber ohne Zweifel errathen zu werden hoffte.

Und voll Entſetzen flohen die Weiber. Aber Chañnitza, die Tochter Khamco's, Chainitza, die ſchoͤne albaneſiſche Jungfrau, floh nicht, ſondern betrachtete das, ohne zu beben; aber Ali, der Sohn Khamco's, Ali mit dem blonden Haar, mit dem milden Laͤcheln, mit den ſanften blauen Augen, ſtieß ſtolz dieſe blutigen Koͤpfe mit dem Fuße von

ſich. Dann umarmte ſeine Mutter ihn wie mit

Raſerei, indem ſie ihm leiſe, ganz leiſe ſagte:„Du wirſt Weſir werden!“

Palikaren und den Armatolen blieb die Witt

Vely Beys gefuͤhllos, geringſchatzend, einſ vſan

. Ungeachtet ſo vieler Beweiſe der Liebe von den

„.