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ungezuͤgelter Soldaten, uͤber die ſie ganz nach ih⸗ rer Laune verfuͤgten, von leidenſchaftlichem Enthu⸗ ſiasmus fuͤr Khamco ergriffen.
Wenn daher die Nacht finſter, ruhig und ſchwei⸗ gend war, wenn die Gewaͤſſer der Voiouſſa ſanft murmelnd uͤber ihr Moosbett hinglitten, hoͤrte man zuweilen einen verliebten und melancholiſchen Ge⸗ ſang, begleitet von den Toͤnen der albaneſiſchen Leier, am Fuße der Mauern des Serails.— Es war irgend ein junger Palikare, erfuͤllt von Liebe zu Khamco, der ſo dieſe heldenmuͤthige Schoͤnheit feierte. Oft aber unterbrach ploͤtzlich ein erſtickter Schrei, ein ploͤtzliches Schweigen, der Ton eines ſchweren in den Fluß fallenden Korpers die Sere⸗ nade: es war irgend ein anderer, eiferſuͤchtiger Pa⸗ likare, der ſeinen Nebenbuhler ermordete, der aber ſogleich zu der Leier des Ermordeten den Geſang fortſetzte.*
Wie oft ſah man am Tage zwei Armatolen einen wuͤthenden und erbitterten Zweikampf begin⸗ nen, wenn die bleiche Wittwe mit ihrem Sohne und ihrer Tochter dahergeſprengt kam. Gluͤcklich der Sieger, wenn ein fluchtiger Blick Khamco's ihn traf! Gluͤcklich der Beſiegte, wenn ſeine ſterbenden Augen dem ſchwarzen, gluͤhenden Auge Khamco's begegneten!
Wie oft endlich ſah man zwei junge Hirten, die langen geflochtenen Haare an ihrem Geſicht herabhaͤngend, mit nackten kraͤftigen Beinen, mit


