Ferne an dem Horizont, den die letzten Strahlen des Tages gluͤhend erhellten, irgend ein geheimniß⸗ volles Bild, und ſagte leiſe, doch mit Stolz: „Sohn Khamco's, Du wirſt Weſir wer⸗ den.“
Wer kann es je wiſſen, welche Viſion ſo je⸗ den Tag einen Augenblick auf den Gipfeln jener wilden Berge den getaͤuſchten Augen der Mutter Ali's von Debelen ſich zeigte!
Kaum waren die letzten Worte der Myriolo⸗ gien der Frauen von Debelen uͤber dem Grabe Vely's geſungen, als Khamco aus einem lethargi⸗ ſchen Traume zu erwachen ſchien.
Ihre ganze Geſtalt verwandelte ſich; die trä⸗ gen und contemplativen Gewohnheiten des Se⸗ rails wichen einem Leben unglaublicher Thaͤtigkeit; Khamco, die bis dahin ſchmachtend geweſen war, wurde ſchon, ſtolz, verwegenz ſie legte die wolluſtige Pracht der albaneſiſchen Frauen ab, um die Klei⸗ dung der kriegeriſchen Palikaren anzulegen; ihre ſchlanke feine Taille wurde von einem gruͤntuchenen Yellek umſchloſſen, der mit Silber geſtickt war, ei⸗ ner Art engen anliegenden Wammſes, vom Hals bis zum Gurtel zugeknöpft; eine Djubbe, ein car⸗ moiſinrothit Pelz mit fliegenden Aermeln, bedeckte ihre Schultern; der weiße Schurz der Klephthen umguͤrtete ihre Huͤften, und der rothe Fez ließ die langen Flechten ihres bräunen Haares ſehen. Ihr kraftiges Bein bekleidete ſie bald mit rothen Maro⸗
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